– Eindrücke von der Jahreshauptversammlung –

Wieder sind 12 Monate vergangen und es war Zeit das Jahr 2025 aus der Sicht der Freiwilligen Feuerwehr Revue passieren zu lassen.

Eingeleitet wurde die Jahreshauptversammlung am 06. März 2026 mit einer Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder – 1. Hauptbrandmeister Carsten Rileit und Oberfeuerwehrfrau Ursula Rhode.

Zuverlässig und mit hoher Professionalität leisteten die Kameradinnen und Kameraden der Wehr Hilfe bei Bränden sowie in Not- und bei Unglücksfällen, so Stadtwehrführer René Rieck in seiner grundlegenden Bilanz. Er machte deutlich, dass die Stadt auch in Zukunft nicht auf eine leistungsstarke Freiwillige Feuerwehr verzichten kann.

Zum Personal

Auch im Berichtsjahr blieb der Personalbestand stabil. Von den 75 Mitgliedern gehören 42 Männer und Frauen der Einsatzabteilung und 21 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr an.

Sechs Kameradinnen und Kameraden wechselten im Dezember von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung.

Zur Ausbildung

Im Jahr 2025 fanden 18 theoretische und praktische Ausbildungen sowie eine Jahreshaupt- und eine Jahresabschlussversammlung statt.

Spezielle Ausbildungen gab es u.a. zu den Themen Eisrettung sowie Menschenrettung aus geschützten Fahrzeugen.

Die Atemschutzgeräteträger absolvierten ihren Belastungslauf und die Bootsführer eine Online-Fortbildung.

Vier Ausbildungsmaßnahmen dienten der der Orts- und Objektkunde.

23 Mitglieder der Einsatzabteilung absolvierten erfolgreich Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule bzw.  Ausbildungsmaßnahmen des Landkreises.

Zum Einsatzgeschehen

Im Berichtsjahr wurde die Wehr 217-mal alarmiert.

Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 17 Prozent.

68 Einsätze dienten der Brandbekämpfung. Darunter waren 12 Gebäudebrände, 15 Fehlauslösungen von Brandmeldeanlagen sowie 8 Fehlauslösungen von Heimrauchwarnmeldern.

149 Einsätze waren technische Hilfeleistungen. Dazu gehörten 44 Allgemeine Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen, 27 Türnotöffnungen, 20 Sturm- bzw. Wasserschäden sowie 19 Einsätze zur Beseitigung von Ölspuren auf Straßen und dem Wasser.

31 Einsätze bewältigten die Kameradinnen und Kameraden auf der Bundesautobahn und in 27 Fällen erfolgte eine Unterstützung von Nachbarfeuerwehren.

Größere Einsätze waren der Brand mehrerer Boote am 13. Juni, der Brand eines Schuppens am 12. Oktober sowie ein Wohnungsbrand am 29. Oktober.

Auch zwei Gewässerverunreinigen auf dem Dämeritzsee und der Löcknitz am 1. März bzw. 11. August nahmen die Einsatzkräfte längere Zeit in Anspruch.

Zur Technik und Ausrüstung

Die Wehr ist modern ausgestattet.

Nach der Ergänzung der technischen Ausstattung, der Herstellung der Funktionsfähigkeit des Digitalfunks sowie des Trainings des Personals konnte der im Dezember 2024 übergebene Kommandowagen 2 in den Einsatzdienst übernommen werden.

Im Oktober erhielt die Wehr ein neues Rettungsboot 2 von der Stadt.

Zahlreiche weitere Ergänzungen und Ersatzbeschaffungen gab es im Bereich der Ausrüstung.

Die Sanierung des Feuerwehrhauses wurde fortgeführt. 2025 erfolgte eine umfassende Instandsetzung des Daches der Fahrzeughalle.

Um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz für die Mitglieder der Einsatzabteilung zu verbessern wurden eine automatische Trennung der Ladeerhaltung von den Einsatzfahrzeugen sowie eine Abgasabsauganlage installiert.

Zur Arbeit der Jugendfeuerwehr

2025 war für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr besonders ereignisreich.

Es gab 15 feuerwehrtechnische Ausbildungen und vier Trainingseinheiten im Dienstsport.

Im Juli erholten sich 16 Mitglieder der Erkneraner Jugendfeuerwehr in einem Sommerlager.

Im Vorfeld der Bundesmeisterschaft fand die Landesmeisterschaft Brandenburg im CTIF-Wettbewerb in Erkner statt. Hier belegte unser Wettkampfteam den 2. Platz und qualifizierte sich damit für die Bundesmeisterschaft.

Die Teilnahme an der Bundesmeisterschaft im CTIF-Wettbewerb in Rheinland-Pfalz war ein besonderes Erlebnis für die Feuerwehrjugend und deren Betreuer. Das Ergebnis: Ein 4. Platz im Kreativ-Wettbewerb und ein 25. Platz im CTIF-Wettbewerb.

Bei weiteren Wettkämpfen im Berichtsjahr konnte unsere Jugendfeuerwehr vordere Plätze erringen.

Die Jugendfeuerwehr zeigte sich bei zahlreichen Aktivitäten in der Öffentlichkeit. So u.a. beim Heimatfest und bei der Weihnachtsparade der Wohnungsgesellschaft.

Zu gesellschaftlichen Aktivitäten

Neujahrsfeuer, Spreetreiben, Osterfeuer, Heimatfest, Ironman 70.3, Tag der Autobahn, Benefiz-Veranstaltung der Razorbacks, Halloween oder Martins-Umzug – das ist nur ein geringer Teil von Veranstaltungen, die durch die Feuerwehr organisiert wurden bzw. an denen sie beteiligt war.

Im Terminkalender standen Besuche in Kindereinrichtungen der Stadt sowie bei Jubiläen von Nachbarfeuerwehren. 

Insgesamt leisteten die Kameradinnen und Kameraden 2025 10.979 Stunden ehrenamtlich.

Zusammenarbeit mit dem Förderverein

Vielfältige Unterstützung erhielt die Wehr vom Förderverein. Das betraf die Bereitstellung von Hilfsmitteln für die Ausbildung, von finanziellen Mitteln sowie die personelle Unterstützung vor und während Veranstaltungen.

Besonders wertvoll ist die aus der Zusammenarbeit resultierend Unterstützung der Jugendfeuerwehr. Die hierbei eingeworbenen finanziellen Mittel waren eine große Hilfe beim Sommerlager sowie bei der Teilnahme an den CTIF-Wettbewerben.

Der Förderverein nutzte die Veranstaltung, um Ausrüstungen für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr zu übergeben.

Dank der Stadt

Bürgermeister Henryk Pilz und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Jan Landmann dankten den Kameradinnen und Kameraden für ihr ehrenamtliches Engagement. Sie versicherten, dass sie sich auch künftig dafür einsetzen werden, dass der Freiwilligen Feuerwehr die notwendige Technik und Ausrüstung zur Verfügung steht, die erforderlich ist, um den zuverlässigen Schutz der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. 

Ehrungen

Eine besondere Ehrung wurde dem Kameraden Daniel Neef zu teil.

Der stellvertretende Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Daniel Brose zeichnete ihn mit der Medaille „Ukrainehilfe“ aus. Diese würdigt sein Engagement im Rahmen der Feuerwehr-Hilfsbrücke-Ukraine.

Während der Jahreshauptversammlung wurden 30 Kameradinnen und Kameraden in den nächsthöheren Dienstgrad befördert.